Kategorie: Impuls

Haus.Segen.

Haus.Segen.

„Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Das sind Fragen, die die meisten von uns schon mal sich selbst oder auch anderen gestellt haben. Und im Prinzip kann man sagen: Keine Frage ist spannender. Keine Antwort schwieriger. Wir wissen es nicht, wir können keine 100% richtige Antwort geben, wir können auch in Zeiten des Internets nirgendwo nachschauen und Belege oder Beweise für eine Antwort finden. Wir müssen oder wir dürfen uns hierbei auf unseren Glauben verlassen und dort nach Antworten suchen und fragen.

Wer fest verankert ist in der Gewissheit, dass wir unser Dasein aus Gottes Hand empfangen haben, der wird auch Zugang haben zu der Gewissheit: Wir gehen wieder heim zu Gott, der uns bisher geleitet hat, und zu Jesus, unserem Herrn und Heiland. Aber wie ist es mit denen, die Fragen und Zweifel haben? Wie können wir uns überhaupt den Himmel vorstellen, in den wir Christen kommen möchten? Wo ist er? Und wie ist das mit der Seele, wie wird sie weiterleben? Und wann und wie geschieht die Auferstehung der Toten, die wir im Glaubensbekenntnis bekennen. Eine mögliche Antwort finden wir in Worten von Jesus aus dem Johannes-Evangelium:

Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. (Joh 14,1f)

Diese Zusage tut gut und tröstet uns. Wir dürfen diese Worte ganz persönlich für uns nehmen. Und wir brauchen uns keine Gedanken zu machen, ob dann ein längerer oder kürzerer Zeitabschnitt zwischen Sterben und Auferstehen liegt. Uns erwartet etwas ganz Herrliches, eine Wohnung bei Gott.

 

Lebenswege und der Psalm 23

Lebenswege und der Psalm 23

Die „rechte Straße“ – das ist keine Autobahn mit Auffahrt und Abfahrt, die schnellstmögliche Strecke zwischen Geburt und Tod. Es geht nicht um geplante Lebenswege, sondern um die rechten Wege, das heißt: Den für mich richtigen Weg: Da gibt es Wegstrecken, da pulsiert das Leben und ich spüre das Herz schlagen: Aus Liebe, aus Leidenschaft, aus Begeisterung. Dann wird es auch mal eng, bedrohlich, schwierig; die Angst schnürt mich ein und Dinge stellen sich mir in den Weg. Ich weiß nicht: Kann ich noch Drumherum kommen oder muss ich da durch?

Und hoffentlich finde ich auch immer mal die „grüne Aue“ und das „frische Wasser“: Zeiten zum Ausruhen und Entspannen; Orte, wo ich gerne bin und bleiben möchte; Begegnungen, in denen ich meinen Lebensdurst stillen kann.

Ich mag den Psalm 23, weil er so eine Ruhe und Zuversicht ausstrahlt. Mitten in einem bewegten Leben, mitten unterm Laufen geht es um ein Bleiben. Es geht um ein Leben im Hier und Jetzt.

Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte. Wenn mir auch keiner vorhersagen kann, wie mein Leben weitergeht und wie alles am Ende ausgeht, so vertraue ich doch darauf, dass dieser Hirte mitgeht, mich führt auf rechter Straße und ich bei ihm bleiben werde – immerdar.

All Morgen ist ganz frisch und neu…

All Morgen ist ganz frisch und neu…

… des Herren Gnad und große Treu. Sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag. (EG 440,1)

Gott ist uns nahe auch dann, wenn er uns ferne scheint, auch dann, wenn wir ihn für abwesend halten und wir darum von ihm absehen. Er ist bei uns auch, wenn wir meinen, wir müssten jetzt ohne ihn auskommen und zurechtkommen. Auch dann steht er uns zur Seite. Es kann sein, dass wir das nicht sehen oder es bezweifeln. Aber es gilt: Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Wir dürfen aufatmen, selbst wenn uns manchmal anders zumute ist.

Als Christen werden wir immer wieder eingeladen, die Geschichte vom barmherzigen Gott weiterzuerzählen und uns mit Jesus auf den Weg machen. Gott trägt und erträgt die Welt. Gott trägt in Christus auch uns Und all das ohne Ende. Das ist ein wunderbares Bild. So wie die Sonne jeden Morgen aufgeht, so ist Gottes Mitgefühl immer neu und frisch. Seine Barmherzigkeit ist wie die Sonne, die unser Leben und unsere Welt von innen heraus erwärmt.

Das ist die Hoffnung, von der wir als Christen leben. Gerade dann, wenn wir immer wieder „noch“ sagen müssen. Dieser kleine Raum für die Hoffnung ist in Wahrheit ganz groß.

Aufbruch

Aufbruch

Gott spricht: Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. (Josua 1,9)

Wo finden wir die Spuren Gottes in unserem Leben? Wo wagen wir einen neuen Anfang, einen Aufbruch in etwas Ungewisses? Wann können wir sagen: Gott wird auch unsere Wege mit uns gehen, uns durch das Leben tragen? Ich denke mir, den Aufbruch in etwas Neues und Ungewisses, dazu würden uns aus unserem Leben viele Beispiele einfallen.

Gerade jetzt im Juli finden in der Gemeinde viele Taufen und Trauungen statt, es ist Konfirmation, es ist der Übergang vom Kindergarten in die Schule, von der Grundschule auf eine weiterführende Schule und hinter dieser ganzen Aufzählung stehen lauter einzelne Menschen und Familien. Es beginnen neue Lebensabschnitte und man muss sich erstmal zurechtfinden, man kann neugierig sein auf das, was kommt und man darf sich darauf freuen.

Für all diese Abschnitte bitten wir Gott um seine Begleitung und auch wenn wir Gott, nicht so wie Josua es beschreibt, hören können, sind seine Spuren in unserem Leben manchmal sichtbar und manchmal fühlbar. Und manchmal erkennen wir bei einem Blick zurück die Wunder aus längst vergangenen Tagen. Halten wir also die Augen und vor allem unser Herz offen und entdecken wir die Spuren Gottes in unserem Leben.

Wir aber predigen Christus

Wir aber predigen Christus

Trotz mancher Zweifel, trotz unserer ganzen menschlichen Weisheit und in dem Wissen, dass wir bei Gott und Jesus nie alles verstehen und begreifen können, sind wir eingeladen, ganz einfach auf Jesus setzen.

Vor dem Kreuz Jesu Christi finden wir die bedingungslose Anerkennung, nach der wir uns tief im Herzen sehnen. Dem Gekreuzigten dürfen wir zeigen, wie wir wirklich sind: Schwach oder stark, schlecht oder gut gelaunt, mittelmäßig oder erfolgreich. Unter dem Kreuz Jesu Christi begegnet uns Gott. Da nimmt er uns so an, wie wir sind. Und es gibt 10 000 Gründe, um Gott zu loben.

„Danke an Erich Kraus für das Bild und an die Band „Shine“ für die Musik.“

 

 

 


 

Und stimmen ein in diese Melodie Gottes

Und stimmen ein in diese Melodie Gottes

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28)

Es ist wichtig, dass wir von Gott erzählen, von seiner Einladung, davon, dass wir zu ihm kommen dürfen und davon, dass jeder Mensch ihm unglaublich wichtig ist.

Diese Einladung sollen wir in Wort und Tat hinaustragen – im Gottesdienst, aber auch bei allem, was wir in unserem Leben tun. Es geht nicht nur ums Reden, sondern immer auch ums Handeln.

So wird Gottes Liebe spürbar und die Menschen öffnen ihre Herzen und lassen sich erquicken. Nehmen wir den Grundton der Liebe in uns auf und stimmen ein in diese Melodie Gottes.

Youtube: Gott lädt uns ein zu seinem Fest

Gib uns allen deinen Geist

Gib uns allen deinen Geist

Wir feiern Pfingsten als ein Fest der Kirche und als Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. Die Farbe „rot“ erinnert uns an das Feuer, dass der Heilige Geist im übertragenen Sinn entfachen kann, es erinnert uns, dass wir zur Gemeinschaft der Heiligen gehören und berufen sind, die Liebe Christi zu bezeugen. Wir feiern aber auch ein Christusfest. Es ist der Geist Jesu Christi, der uns versprochen und über uns ausgegossen ist.

Ich sehe diesen Geist Gottes, den Geist Jesu Christi, wie eine Klammer um Anfang und Ende der Zeit. Gottes Geist zerschlägt und zerstreut, Gottes Geist baut auch auf und verbindet. Gottes Geist wirkt von innen in uns und ist und war immer schon da.

Wichtig ist: Diese Klammer vom Anfang bis zum Ende hat einen Namen: Jesus Christus. In ihm sind wir verbunden, in allen Sprachen, Kulturen und Konfessionen. In ihm sind wir eine Kirche. Und die hat ihre Geburtsstunde in Jerusalem.

Und so dürfen wir auch heute für unsere Kirche und unsere Gemeinde bitten: Du, Herr, gabst uns dein festes Wort. Gib uns allen deinen Geist. Du gehst nicht wieder von uns fort. Gib uns allen deinen Geist.

 

Da berühren sich Himmel und Erde

Da berühren sich Himmel und Erde

Gott nahe sein, schon jetzt in unserem Leben auf der Erde, das ist glaube ich ein Wunsch, den wir immer wieder spüren. Aber wie und wo finden wir den Ort, wo Himmel und Erde sich berühren?

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.(Apg 1,8)

Wer sich zu Jesus hinwendet, spürt die Kraft seines Geistes.Dieses Versprechen gilt auch für uns. Der Heilige Geist verwandelt das Leben. Er öffnet das Herz für Gottes Wort. Er lässt gute Frucht wachsen. Und er stärkt uns mit der Kraft Gottes.

Ihr werdet meine Zeugen sein. (Apg 1,8)

Das ist das Ziel, auf das wir zugehen: Menschen aus aller Welt ehren Jesus Christus. Wir dürfen mitwirken am Grundauftrag der Gemeinde, Zeugen Jesu zu sein an unserem Ort, in unserem Land und bis ans Ende der Erde. Und wir dürfen immer wieder dafür beten, dass das Evangelium dort weitergesagt wird, wo es noch nicht bekannt oder noch nicht angenommen ist.

Durch die Himmelfahrt Jesu ist eine Verbindung geschaffen zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen. Und diese Verbindung zu Gott nicht aus den Augen zu verlieren, sondern weiterzugeben, das ist unsere Aufgabe als Christen. Wenn wir das tun, dann können sich immer wieder Himmel und Erde berühren.

Singet dem Herrn ein neues Lied

Singet dem Herrn ein neues Lied

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder! Heute sind wir eingeladen mit dem Psalm 98 einen Blick in die Natur zu wagen und uns für unseren Glauben inspirieren zu lassen. Das Meer brause, die Ströme klatschen in die Hände, alle Berge seien fröhlich. Denn er kommt. Manchmal scheint es, als wäre die Natur für Gott sensibler scheint als der Mensch.

Die Frage ist: Lassen wir uns mitreißen von der Natur, ihrer Schönheit und ihrer Stärke oder geben wir klein bei? Machen wir unseren Mund auf oder bleiben wir stumm, erdrückt von all dem, was gegen Gott ins Feld zu führen ist und was uns das Leben schwer macht?

Mit dem Predigtwort für den heutigen Sonntag (Lukas 19,37-40) sind wir aufgefordert, eben nicht stumm zu bleiben. Stimmen wir immer wieder ein in das Lob Gottes und so oft wie möglich auch in den Gesang. Und lassen wir uns von der Hoffnung stärken, dass das Lied der Jünger damals auch für uns heute gilt: Gelobt sei, der da kommt. Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe.

Fischfang

Fischfang


Ostern klingt nach. Ein paar Tage nach der Auferstehung Jesu haben es die Jünger um Jesus langsam verstanden: Jesus ist nicht tot. Er ist auferstanden. Er lebt. Damit ist auch ihr Leben neu geworden.

Quasimodogeniti heißt dieser erste Sonntag nach Ostern. Ein schwieriger Name, aber er heißt übersetzt etwas sehr Schönes. Er heißt: Wie die Neugeborenen. Auch wir sollen es erkennen und daran erinnert werden, dass der Glaube, der an Ostern seinen Anfang genommen hat, nicht ohne Wirkung bleibt. Er bedeutet neues Leben.

Eine Vertiefung zu diesen Gedanken finden wir im heutigen Predigtwort Johannes 21,1-14. Eine eigentlich bekannte Geschichte und beim genaueren Hinsehen doch irgendwie neu. Auch die Jünger am See Genezareth müssen erst zweimal hinschauen, um zu erkennen: „Es ist der Herr!“ Jesus ist auferstanden und er begegnet uns auch heute noch. Schauen wir also ganz genau hin!