Kategorie: Allgemein

Walk and Talk, Mittwoch, 14. April 2021

Walk and Talk, Mittwoch, 14. April 2021

Sie haben keine Lust alleine spazieren zu gehen und wollen sich gerne über „Gott und die Welt“ unterhalten?
Dann kommen Sie zu unserem nächsten „Walk and Talk“ in Weidenbach.

Treffpunkt: Mittwoch, 14. April 2021 um 15.00 Uhr im Pfarrgarten

Weitere Infos:
Jeder darf kommen. Wir laufen ca. eine Stunde. Natürlich halten wir uns an die Corona-Vorgaben und laufen mit Abstand in Zweiergruppen. Bei unserem Treffpunkt bekommen Sie einen Lauf- und Gesprächspartner zugeteilt, eine gute Möglichkeit um auch mal mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Um die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden und um ein Gesprächsthema zu haben, gibt es zu Beginn einen kurzen Impuls, über den Sie dann ins Gespräch kommen dürfen. Bitte bringen Sie zum Treffpunkt eine FFP2-Maske mit.

Ich freue mich, wenn wir uns sehen und auf gute Gespräche!

Passionsandacht 31.03.2021

Passionsandacht 31.03.2021

Foto: E. Kraus

Wie stellen wir und das Paradies vor? Überlegen Sie mal kurz. Welches Bild erscheint bei dem Wort „Paradies“ vor Ihren Augen?

Ein Bild von Frieden, von einer wunderbaren Natur, von einem Leben ohne Leiden, ohne Schmerzen, ohne Angst, Gefahren und Sorgen.

Ein Bild, das alles Schöne und Wunderbare in den Vordergrund stellt.

Im heutigen Wort am Kreuz spricht Jesus über das Paradies.

„Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43)

Auf unserem Bild zu diesen Worten sehen wir ein buntes Kreuz mit einer goldenen Krone im Hintergrund. Das Paradies bei Gott und der Weg dahin ist das Kreuz. Aber nicht nur das Wort „Paradies“ drängt sich hier in der Vordergrund, sondern auch das Wort „Heute“.

Gehen wir diesen Worten ein bisschen näher auf den Grund:
Wann leben wir? Heute! Gestern ist gestern und wirkt womöglich mächtig nach, aber heute ist damit umzugehen. Wann leben wir? Jetzt! Die Zukunft mag locken oder drohen, nur heute können wir verantwortlich handeln! Im Jetzt und Heute zu sein ist gar nicht so einfach. Wir bleiben nicht selten in der Vergangenheit hängen, umkreisen die alten Verletzungen und vergangenes Versagen oder leben vom Kredit vergangener Großtaten. Ja, damals. Oder, wir verstricken uns in die Befürchtungen und Sorgen für die kommenden Tage und Jahre. Wie wird das wohl alles werden? Heute? Wann ist das?

Heute im Paradies. Da wären wir schon gerne. Heute im Glück! Heute im Frieden! Heute erfüllt!

Heute, trotz aller Schuld, ist der Durchbruch zur Herrlichkeit Gottes. Was steckt hinter diesem „Heute“? Zunächst, die feste Überzeugung: Gott ist gegenwärtig! Er ist präsent! Nicht Gestern oder Morgen, sondern Heute! Heute ist er bei uns. Hinter dem „Heute“ im Lukasevangelium steht die Botschaft: „Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist“

Und das ist Heute.

Das Wort „Heute“ hat hier wohl zwei Bedeutungen.

Zum einen meint es: Heute noch, unmittelbar nach seinem Tod wird der Verbrecher zu Jesus ins Paradies kommen, in den wunderbaren Garten des Himmels, den die Menschen seit jeher mit Paradies bezeichnet haben. Es gibt also keine lange Zeit des Wartens. Im Tod geschieht die Verwandlung und Erfüllung. Das ist ein tröstliches Bild für das, was uns im Tod erwartet.

Die zweite Bedeutung des Heute bezieht sich auf uns, so wie wir uns jetzt vorfinden. Wenn wir dem Wort Jesu trauen, wenn wir es eindringen lassen, in unsere Angst, Verwirrung, in unser nicht selten orientierungsloses Suchen und Versuchen, dann dürfen wir erfahren, dass wir mit Jesus heute schon im Paradies sind. Gott ist immer gegenwärtig. Im Wort ist Jesus jetzt bei mir. Und wenn er heute bei mir und mit mir ist, dann bin ich jetzt schon im Frieden – im Paradies – dem Ort des Friedens. Paradies, dieses alte persische Wort bedeutet: Garten der Schönheit, Garten der Liebe oder Garten des Friedens. In diesem Garten bin ich, wenn Jesu bei mir ist. Dann löst sich jetzt schon meine falsche Sorge, meine Angst, nicht gut genug zu sein, den eigenen und fremden Anforderungen und Erwartungen zu entsprechen auf. Dann entsteht heute schon ein tiefer Friede in mir. Ich brauche Jesus nicht vorzuweisen. Ich muss mir seine Liebe nicht erkaufen. Es braucht nur das Vertrauen des Verbrechers, der sich in seiner Aussichtslosigkeit an Jesus wendet und von ihm diese wunderbare Zusage erhält. „Heute noch…“

Wann leben wir? Heute! Wie beginnt das HEUTE? Immer dann, wenn ich die Wahrheit in mir und über mir gelten lasse und die Rüstung ablege, die das Herz davor schützt, sich berühren und bewegen zu lassen. Wo öffnet sich das Paradies? Jetzt, im Vertrauen auf den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

Im Vertrauen auf ihn finden wir jetzt schon Frieden! Das Paradies war nicht gestern und ist auch nicht morgen, es ist heute!

Passionsandacht 17.03.2021

Passionsandacht 17.03.2021

Foto: E. Kraus


Auf dem Bild sehen wir heute, wie Maria ihren Jesus als Baby in den Armen hält. Sie hat ihn aufgezogen und begleitet ihn bis zum Kreuz. Das Kreuz steht hier im Vordergrund und weist uns auf die Veränderung hin, die nicht nur Jesus selbst, sondern auch alle Menschen, die ihm am Herzen lagen und die ihn begleitet haben, erwartet. Jesus wendet sich mit seinen Worten an seine Mutter Maria und an den Jünger Johannes, von dem erzählt wird, dass er der Lieblingsjünger Jesu gewesen ist.

„Frau, siehe, das ist dein Sohn!“, sagt er zu Maria und zu Johannes: „Siehe, das ist deine Mutter“. (Joh 19,26-27) Und von diesem Zeitpunkt an, nahm der Jünger Maria bei sich auf.

Diesmal geht es in den Worten Jesu nur indirekt um seinen Tod. Diesmal geht es um die, die zurückbleiben. Und die möchte Jesus gut versorgt wissen. Er will, dass die Menschen, die ihm bis zuletzt treu geblieben sind, sich in seinem Geiste umeinander kümmern, wie Jesus sich zu seinen Lebzeiten um sie gekümmert hat. Johannes wird von Jesus zum tatsächlichen und geistigen Adoptivsohn und zum Kümmerer und Fürsorger seiner Mutter Maria ernannt. Und umgekehrt bekommt Johannes mit Maria eine Mutter, die auch für ihn da sein wird.

 

 

Es geht in diesen Worten um den Wunsch nach Beziehungen untereinander, um den Wunsch, dass Menschen sich umeinander kümmern und füreinander sorgen, unabhängig davon, ob sie jetzt wirklich verwandt sind oder nicht.

Jeder Mensch braucht Kontakt, braucht Ansprache, braucht jemanden, auf den er sich verlassen kann, der unterstützt, der zuhört, der einfach da ist. Das hat sich auch in unserer Zeit heute nicht verändert. Im Gegenteil: In einer Welt, in der viele nur noch auf sich selbst und auf ihren eigenen Vorteil schauen, ist es dringend notwendig an diese Bedürfnisse anderer Menschen und an diese Anweisung, die uns Jesus mit seinen Worten gibt, zu erinnern.

Machen wir es uns doch diese Woche zur Aufgabe mal zu überlegen: Wen kenne ich, der meine Fürsorge, wie auch immer sie aussehen kann, braucht. Wer ist in meiner Umgebung, den ich unterstützen kann. Und es dann nicht beim Überlegen zu belassen, sondern auch tatsächlich zu handeln.

Passionsandacht 03.03.2021

Passionsandacht 03.03.2021

Foto: E. Kraus

„Mich dürstet“, spricht Jesus am Kreuz und er bekommt einen Schwamm mit Essig gereicht. Ob das seinen Durst gestillt hat? Und ob er von diesem Durst gesprochen hat?

Wie fühlt es sich an richtig Durst zu haben? Wenn der Mund und die Kehle wie ausgetrocknet sind, wenn der Hals rau und trocken ist und das Schlucken schwer fällt? Wann hatten Sie schon mal so richtig Durst?

Und im übertragenen Sinn: Wo sind unsere Durststrecken im Leben?

Wenn wir einsam sind, so, wie im Moment ganz viele Menschen.

Wenn wir uns Sorgen machen, um einen lieben Menschen, um unseren Beruf, um die Zukunft.

Wenn wir traurig und verzweifelt sind und nicht wissen, wie es morgen weitergehen wird.

Wie kann dieser Durst gestillt werden? Wo finden wir Erfrischung?

Auf dem Bild sehen wir den Taufstein in unserer Kirche, mit Kreuz, Taufkanne und frischem Wasser. In der Taufe vereint sich alles, wonach wir als durstige Menschen suchen. Wir werden erfrischt und wir bekommen von Jesus ein Versprechen, das uns stark macht und das uns im Leben bestehen lässt. Mit der Taufe gehören wir zu Jesus, wir sind für immer und untrennbar mit ihm verbunden und er schenkt uns damit all seine Liebe. Mit der Taufe werden uns unsere Sünden vergeben, die Jesus eben an jenem Kreuz auf sich genommen hat, an dem er diese Worte spricht: „Mich dürstet.“

Natürlich wird es trotzdem und immer wieder Durststrecken in unserem Leben geben. Kein Leben ist perfekt und für jeden Menschen gibt es gute und schlechte Zeiten. Aber wir müssen sie nicht allein gehen. Wir haben das Versprechen, dass unser Durst auf jeden Fall gestillt wird. Am Ende der Bibel in der Offenbarung heißt es: Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Dieses Versprechen finden wir im gekreuzigten Jesus, der unsere Sünden und unseren Durst auf sich nimmt und der uns beisteht, unsere Durststrecken im Leben zu überwinden.

Davon dürfen wir uns heute stärken und aufbauen lassen.

Amen.